Das Leipziger Startup videostream360 – von der Masterarbeit zum Accelerator

Leipzig, am 24. September 2013:
Champions League. Kanzlerduell. Wetten, dass…? Zuschauer schauen bei Medienereignissen schon lange nicht mehr nur auf den Fernsehbildschirm, sondern parallel auch auf Smartphone, Tablet oder Notebook. Second- oder Multiscreen-Phänomen nennen das Kommunikationswissenschaftler. Man tauscht sich unmittelbar zu Fernsehinhalten aus, fiebert mit, kommentiert – zum Beispiel auf sozialen Plattformen wie facebook oder Twitter.

TV-Sender arbeiten schon seit einiger Zeit an der Symbiose zwischen linearem Fernsehprogramm und digitalem, sozialem Zusatzangebot. Sie wissen um die Meinungsmacht der Crowd und binden sie immer stärker in traditionelle Angebote ein. Sie bieten ihre Inhalte auch online in Livestreams oder zum On-Demand-Abruf in Mediatheken an.

Warum die bestehenden Infrastrukturen nicht dazu nutzen, den Zuschauern völlig neue Blickwinkel zu präsentieren und aus dem passiven Fernsehkonsum ein (inter-) aktives Erlebnis machen? Diese Frage stellte sich Sascha Weißbach, HTWK-Masterabsolvent der Medieninformatik bereits im Jahr 2010, als er seinem Professor seine Erfindung präsentierte: Einen Algorithmus, mit dem es möglich ist, Bewegtbilder in 360° und in Echtzeit zu übertragen. Der videostream360-Player war geboren.

„Den Grundstein von videostream360 bildet eben dieser Algorithmus, der in einer Playersoftware integriert ist.“ erklärt Sascha Weißbach. „Dieser Player ist ähnlich dem Videoplayer, den wir von Videoplattformen wie Youtube kennen. Er abonniert die von professionellen Kameras samt Spiegelaufsatz eingefangenen Live-Rundumbilder über einen Streamingserver. Es besteht die Möglichkeit, den Player zu individualisieren, auf Webseiten einzubinden und mit smarten Zusatzinformationen wie Twitter- oder facebook-Stream zu verknüpfen. Beliebig viele User können dann auf eine einzige Kamera zugreifen, ihren Wunsch-Blickwinkel wählen – und direkt interagieren. Fast wie im richtigen Leben.“

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Kommilitonen und Unternehmensberater Michael Kanna sowie der Projektmanagerin Diana Schlehahn und dem Softwareentwickler Klaus Witschel entschied sich Weißbach, das Verfahren weiterzuentwickeln. Ein Verfahrenspatent des Deutschen Patent- und Markenamtes bekräftigte die Entscheidung.

„Wir haben uns im Jahr 2012 erfolgreich für das exist-Stipendium für Gründungen aus der Wissenschaft beworben“. berichtet Michael Kanna. „Dies gab uns die Chance, uns voll und ganz auf videostream360 zu konzentrieren. Wir erarbeiteten ein Geschäftsmodell und konnten den proof of concept durchführen.“
Das Geschäftsmodell überzeugt. Seit September 2013 erhält videostream360 ein Seed-Stipendium der Sächsischen Aufbaubank.

Doch damit nicht genug. Im Juli 2013 bewarb sich das Team für das Accelerator-Programm der ProSiebenSat.1 Group – und gewann als eines von sieben Unternehmen einen Platz für den dreimonatigen „Beschleuniger“ in München. Dieser besteht aus Coachings und Mentorings mit Medienprofis und Investoren, Marketing- und Finanzexperten. Darüber hinaus stehen dem Team eigene Büroräume, sowie einem Startkapital von 25.000 Euro zur Verfügung. Und: Es stehen alle Türen des Medienunternehmens offen, um Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Projekte zu starten.

videostream360 als fester Bestandteil von multimedialen Liveübertragungen – das ist die Vision des Teams. Und sie wird von Tag zu Tag greifbarer.


 

Weitere Informationen unter:
P7S1 Accelerator

Kontakt:
videostream360 GmbH
Erich-Zeigner-Allee 31
04229 Leipzig

Ansprechpartnerin:
Diana Schlehahn
ds@vstream360.com
+49 170 3376150

Google+